Im Detail
1. Dijkstra Phase 1 Hard Fork (Q4 2026)
Überblick: Die erste Einführung der Dijkstra-Ära im Mainnet soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein (CoinMarketCap). Das Upgrade umfasst zwei zentrale Funktionen: Linear Leios, ein neues Konsensverfahren, das sogenannte „Endorser Blocks“ hinzufügt und den Transaktionsdurchsatz deutlich erhöhen soll, sowie Nested Transactions, die komplexere Transaktionsstrukturen ermöglichen. Für die Hard Fork ist eine Abstimmung der Community erforderlich. Außerdem müssen die Funktionen erfolgreich auf parallelen Netzwerken wie DijkstraNet getestet werden.
Was das bedeutet: Für ADA könnte das positive Auswirkungen haben: Bei erfolgreicher Einführung könnte sich die Kapazität des Netzwerks um das Fünf- bis 65-Fache erhöhen. Das würde Cardano für stark nachgefragte dezentrale Anwendungen (dApps) und praktische Anwendungsfälle wettbewerbsfähiger machen. Ein wesentliches Risiko sind mögliche Verzögerungen, falls beim Testen schwerwiegende Probleme auftreten oder die Abstimmung in der Community mehr Zeit in Anspruch nimmt als erwartet.
2. Amaru Node: Blockproduktion im Mainnet (November 2026)
Überblick: Amaru ist eine quelloffene Node-Software für Cardano, die auf Rust basiert. Laut Entwicklungsplan soll sie ab November 2026 Blöcke im Mainnet produzieren können (Weex). Vorausgehen sollen eine allgemeine Veröffentlichung am 30. September und die Kompatibilität mit Dijkstra am 29. Oktober.
Was das bedeutet: Für ADA könnte das positiv sein, denn mehrere unterschiedliche Node-Implementierungen verringern systemische Risiken und die Abhängigkeit von der bislang vorherrschenden Haskell-Node-Software. Das kann die Widerstandsfähigkeit und Dezentralisierung des Netzwerks stärken. Außerdem wird das Ökosystem dadurch für Entwicklerinnen und Entwickler zugänglicher, die mit Rust vertraut sind. Der Zeitplan ist ein Entwicklungsziel; eine Verschiebung auf Anfang 2027 ist daher möglich.
3. Dijkstra Phase 2 mit Ouroboros Peras (Q2 2027)
Überblick: Die zweite Phase des Dijkstra-Upgrades ist für das zweite Quartal 2027 als separate Hard Fork innerhalb derselben Ära geplant (Weex). Dabei soll Ouroboros Peras aktiviert werden. Das Verfahren ergänzt eine Abstimmungsebene, über die Ausschüsse aus Stake-Pool-Betreibern die aktuellen Endpunkte der Blockchain bestätigen. Ziel ist es, die endgültige Bestätigung von Transaktionen von mehreren Stunden auf etwa zwei Minuten zu verkürzen.
Was das bedeutet: Für ADA könnte das positiv sein, weil schnellere Transaktionsbestätigungen Zahlungen und den Handel komfortabler machen – eine wichtige Voraussetzung für eine breitere Nutzung. Die Einführung hängt von den in Phase 1 geschaffenen Registry-Strukturen ab. Daher müssen die Phasen in der geplanten Reihenfolge umgesetzt werden. Der Zeitplan für 2027 lässt umfangreiche Tests zu, ist aber weiterhin eine Schätzung und hängt von den Entscheidungen der Community ab.
Fazit
Der Fahrplan von Cardano konzentriert sich klar auf die Skalierung durch das mehrstufige Dijkstra-Upgrade. Ergänzend soll die Auswahl an Node-Software erweitert werden. Der nächste wichtige Meilenstein ist die Linear-Leios-Hard-Fork, die die Netzwerkkapazität noch vor Jahresende deutlich steigern könnte. Doch wie werden sich diese technischen Entwicklungen messbar auf die Aktivität von Entwicklern und die Zahl täglich aktiver Nutzer auswirken?