Hintergrund
1. Zweck und Nutzen
Bitcoin wurde entwickelt, um digitale Zahlungen ohne vertrauenswürdige Vermittler zu ermöglichen. Im Whitepaper von Satoshi Nakamoto aus dem Jahr 2008 wird das Ziel beschrieben, „Online-Zahlungen direkt von einer Partei an eine andere zu senden, ohne ein Finanzinstitut einzuschalten“ (CoinMarketCap). So entsteht ein neutrales, weltweit nutzbares Zahlungsnetzwerk. Bitcoin wird außerdem oft als „digitales Gold“ bezeichnet und als unabhängiger Wertspeicher betrachtet.
2. Technologie und Aufbau
Bitcoin basiert auf einer Blockchain – einem öffentlichen, dezentral gespeicherten Register, in dem Transaktionen in Blöcken festgehalten und kryptografisch miteinander verknüpft werden. Sogenannte Miner stellen dem Netzwerk Rechenleistung zur Verfügung und lösen dabei komplexe Aufgaben. Dieses Verfahren heißt Proof of Work (PoW). Es trägt dazu bei, das Netzwerk zu sichern und Transaktionen zu bestätigen. Da das Netzwerk dezentral aufgebaut ist, kann keine einzelne Stelle es kontrollieren.
3. Geldpolitik und Entscheidungsfindung
Die Geldpolitik von Bitcoin ist durch den Programmcode festgelegt. Es wird höchstens 21 Millionen BTC geben. Neue Coins werden als Belohnung für das Erstellen von Blöcken ausgegeben. Etwa alle vier Jahre halbiert sich die Höhe dieser Belohnung. Dieses Ereignis wird Halving genannt. Auch Änderungen am Protokoll werden dezentral beschlossen: Dafür ist eine breite Zustimmung von Nutzern, Entwicklern und Minern erforderlich.
Fazit
Bitcoin ist eine grundlegende Neuerung im Bereich digitaler Knappheit und dezentraler Vertrauensbildung. Es verbindet einen Vermögenswert mit begrenzter Menge mit einem sicheren Peer-to-Peer-Netzwerk für die Abwicklung von Zahlungen. Wird sich Bitcoin vor allem als globaler Reservewert etablieren – oder auch stärker für alltägliche Zahlungen genutzt werden?