Im Detail
1. Testnetz v1.80.1 mit Protokollversion 137 (September 2026)
Überblick: Diese Testnetz-Version führt Protokollversion 137 ein. Im Mittelpunkt stehen Verbesserungen im Hintergrundsystem, von denen Validatoren und Entwickler profitieren. Es handelt sich nicht um ein Upgrade des Hauptnetzes. Teams können damit jedoch neue Funktionen sicher ausprobieren, bevor diese dort eingeführt werden.
Das Update senkt den Rechenaufwand für die Prüfung von Ristretto255-Bereichsnachweisen und erhöht die maximale Zahl der Vorgänge, die gleichzeitig verarbeitet werden können. Dadurch lassen sich auch komplexe Transaktionen effizienter prüfen. Validatoren erhalten eine neue Einstellung, mit der sie Transaktionen aus einem Pool auswählen können, in dem sie nach Gebührenhöhe priorisiert werden. Das gibt ihnen mehr Einfluss darauf, welche Transaktionen in einen Block aufgenommen werden. Außerdem bietet der Archivierungsdienst für gRPC neue Abfragemöglichkeiten für Move-Pakete.
Bedeutung: Für SUI ist das zunächst neutral, da es sich um Änderungen am Testnetz handelt. Das Update ist jedoch ein positives Signal für die langfristige technische Entwicklung des Netzwerks. Es zeigt, dass weiter daran gearbeitet wird, die Effizienz zu steigern und Node-Betreibern bessere Werkzeuge bereitzustellen. Das könnte das Hauptnetz in Zukunft robuster und leistungsfähiger machen.
(TokenPost)
2. Protokoll-Upgrade des Hauptnetzes auf v1.63.3 (Januar 2026)
Überblick: Dieses verpflichtende Upgrade auf Protokollversion 107 sollte den zentralen Konsensmechanismus des Netzwerks stärken und künftige Stillstände verhindern.
Behoben wurde ein Fehler, durch den abgelehnte Transaktionen dazu führen konnten, dass Validatoren den Konsens verloren und das Netzwerk zum Stillstand kam. Das Upgrade führte außerdem neue Sicherheitsregeln ein: Validierungsknoten dürfen nicht mehr zum Signieren von Transaktionen verwendet werden. Zudem werden bestimmte Arten gebündelter Signaturen über die RPC-Schnittstelle blockiert.
Bedeutung: Für SUI ist das eine positive Entwicklung, da ein schwerwiegendes Zuverlässigkeitsproblem direkt behoben wird. Ein verlässlicherer Konsens und eine endgültige Bestätigung von Transaktionen machen das Netzwerk stabiler und vertrauenswürdiger für Entwickler und Nutzer. Das ist wichtig für das weitere Wachstum des Ökosystems.
(Binance Square)
3. Großes Upgrade zur Behebung dreier Ausfälle (Juni 2026)
Überblick: Nach drei schweren Ausfällen des Hauptnetzes innerhalb von 48 Stunden veröffentlichte die Sui Foundation ein großes Upgrade. Damit sollten die zugrunde liegenden Absturzfehler behoben werden, die mit der Softwareversion v1.72 eingeführt worden waren.
Die Fehler hingen mit einer neuen Gebührenberechnung und einem Problem beim Status der Zufallszahlenerzeugung zusammen. Sie führten dazu, dass Validatoren bei der Verarbeitung bestimmter Transaktionen abstürzten. Die Foundation betonte, dass keine Nutzergelder gefährdet waren und während der Vorfälle keine bereits bestätigten Transaktionen rückgängig gemacht wurden.
Bedeutung: Für SUI war das zunächst eine negative, letztlich aber notwendige Korrektur. Die Ausfälle beeinträchtigten die Zuverlässigkeit des Netzwerks und das Vertrauen der Nutzer erheblich. Auch der zweistellige Kursrückgang spiegelte die Sorgen wider. Das rasch veröffentlichte, umfassende Update zeigt jedoch, dass das Team kritische Probleme angeht und daran arbeitet, die Auswirkungen künftiger Fehler einzudämmen. Das ist wichtig für die langfristige Stabilität des Netzwerks.
(Cointelegraph)
Fazit
Die jüngsten Änderungen am Sui-Code zeigen zwei Schwerpunkte: Im Testnetz werden neue Funktionen für Validatoren erprobt, während das Hauptnetz nach erheblichen Ausfällen dringend stabilisiert wird. Das deutet auf einen reifenden Entwicklungsprozess hin, bei dem neben Innovation auch Widerstandsfähigkeit im Fokus steht. Wird das Netzwerk durch die verbesserten Schutzmaßnahmen künftig vor schwerwiegenden Ausfällen bewahrt?