Im Detail
1. Testnet v1.80.1 mit Protocol 137 (22. September 2026)
Überblick: Diese Testnet-Version gibt einen Vorgeschmack auf geplante Verbesserungen im Mainnet, also im regulären Netzwerk. Davon profitieren vor allem Entwickler und Netzwerkbetreiber, weniger die Endnutzer. Im Zentrum stehen Verbesserungen an der technischen Infrastruktur, auf der Wallets und Anwendungen aufbauen.
Mit Protocol 137 wird die Prüfung von Ristretto255-Bereichsbeweisen günstiger. Dadurch können größere Datenpakete auf einmal verarbeitet werden. Validatoren erhalten außerdem neue Einstellungsmöglichkeiten, um Transaktionen mithilfe eines Pools zu priorisieren, der den Gaspreis berücksichtigt. Für Infrastrukturteams werden die Archivierungsdienste über gRPC erweitert. Zudem werden GraphQL-Abonnements in das produktive Schema aufgenommen. So lassen sich Ereignisse und Transaktionen in Echtzeit abrufen.
Bedeutung: Kurzfristig ist das Update für SUI weitgehend neutral, da es vor allem die technische Infrastruktur verbessert. Langfristig könnte es sich positiv auswirken: Günstigere Prüfungen und bessere Entwicklerwerkzeuge können die Entwicklung leistungsfähigerer und effizienterer Anwendungen auf Sui fördern. Das könnte die Nutzung des Netzwerks und die Nachfrage unterstützen.
(TokenPost)
2. Abschaltung der älteren JSON-RPC-Schnittstelle (13. September 2026)
Überblick: Sui stellt die ältere JSON-RPC-Schnittstelle schrittweise ein. Entwickler sollen künftig die neueren gRPC- und GraphQL-Schnittstellen verwenden. Diese wichtige Änderung an der Infrastruktur bedeutet, dass bestehende Anwendungen entsprechend angepasst werden müssen.
Als Frist für den Umstieg wurde der 30. September 2026 festgelegt. Die Änderung ist Teil einer umfassenderen Modernisierung des Datenzugriffs im Netzwerk. gRPC ermöglicht eine effizientere Kommunikation zwischen Systemen. GraphQL bietet flexible Abfragen von On-Chain-Daten in Echtzeit – also von Daten, die direkt auf der Blockchain gespeichert sind.
Bedeutung: Das kann sich positiv auf SUI auswirken, da es die Arbeit für Entwickler erleichtert und beschleunigt. So lassen sich datenintensive Anwendungen wie Dashboards oder Handelstools einfacher erstellen. Eine leistungsfähigere und zuverlässigere Infrastruktur kann mehr Entwickler anziehen – ein wichtiger Faktor für das langfristige Wachstum des Ökosystems.
(Akshay auf X)
3. Großes Update zur Behebung von Ausfällen (1. Juni 2026)
Überblick: Nach drei Netzwerkausfällen mit insgesamt mehr als 15 Stunden Stillstand veröffentlichte die Sui Foundation ein umfangreiches Update, um die zugrunde liegenden Fehler zu beheben. Während der Vorfälle gingen keine Nutzergelder verloren, und es wurden keine Transaktionen rückgängig gemacht.
Die Ausfälle wurden auf sogenannte „Crash-Bugs“ in der Softwareversion v1.72 zurückgeführt. Dabei handelte es sich um Fehler, die das Netzwerk zum Absturz bringen konnten. Betroffen waren ein Fehler in der neuen Gas-Abrechnungslogik sowie ein separates Problem mit dem Zufallszahlensystem des Netzwerks. Das Update behob beide Fehler. Außerdem kündigte die Foundation an, Ausfälle künftig besser einzudämmen und stärker in KI-gestützte Diagnosewerkzeuge zu investieren.
Bedeutung: Das kann sich positiv auf SUI auswirken, weil es zeigt, dass die Verantwortlichen auf kritische Netzwerkprobleme entschlossen reagieren und die Zuverlässigkeit sowie Sicherheit verbessern. Ein stabileres Blockchain-Netzwerk schafft mehr Vertrauen bei Nutzern und Entwicklern – eine wichtige Voraussetzung für eine breite Nutzung.
(CoinTelegraph)
Fazit
Die jüngste Entwicklung der Sui-Codebasis zeigt, dass die grundlegende Infrastruktur zunehmend gestärkt wird: Validatoren erhalten bessere Kontrollmöglichkeiten, die Datenschnittstellen werden modernisiert und kritische Stabilitätsprobleme gezielt behoben. Der Fokus verschiebt sich damit von der schnellen Erweiterung um neue Funktionen hin zur zuverlässigen technischen Basis. Das könnte darauf hindeuten, dass sich die Blockchain auf eine dauerhafte Nutzung auch durch institutionelle Akteure vorbereitet. Werden Funktionen aus dem Testnet, etwa Protocol 137, mit ihrer Einführung im Mainnet spürbare Vorteile für Entwickler und Nutzer bringen?