Im Detail
1. Aktivierung von Helicon im Mainnet (22. September 2026)
Überblick: Mit diesem Upgrade werden der Konsens über Blöcke und deren Ausführung voneinander getrennt. Dadurch können Transaktionen parallel verarbeitet werden. Außerdem wird Staking flexibler: Die Mindestdauer der Bindung wird verkürzt und Validatoren können ihr Staking automatisch verlängern.
Das Upgrade wurde mit AvalancheGo v1.15.0 umgesetzt und umfasst sechs Vorschläge aus der Community (ACPs). Die wichtigste technische Änderung ist ACP-194 (Continuous Execution): Das Netzwerk kann damit neue Blöcke in eine Warteschlange aufnehmen, während ein separates System die Transaktionen des vorherigen Blocks parallel verarbeitet. Daten nach dem Start deuten darauf hin, dass sich die Kapazität pro Block dadurch ungefähr verdoppelt hat. Die Überprüfung von Blöcken auf der C-Chain dauert zudem nur noch etwa 2 statt rund 210 Millisekunden.
ACP-283 ersetzt den festen Mindestpreis für Gas – also die Gebühr, die für Transaktionen anfällt – durch einen variablen Mindestwert, über den die Validatoren mitentscheiden. Das soll Spam eindämmen. Beim Staking verkürzt ACP-273 die Mindestdauer für die Validierung von zwei Wochen auf 48 Stunden. ACP-236 führt die automatische Verlängerung des Stakings und das Wiederanlegen von Belohnungen für Validatoren ein. ACP-267 erhöht die erforderliche Verfügbarkeit, um Belohnungen zu erhalten, von 80 auf 90 Prozent.
Was das bedeutet: Das Upgrade könnte sich positiv auf AVAX auswirken, da es das Netzwerk für Nutzer und Anwendungen deutlich schneller und effizienter macht. Einfacheres und flexibleres Staking könnte mehr Teilnehmer dazu bewegen, das Netzwerk abzusichern. Die strengere Verfügbarkeitsvorgabe soll zugleich die Zuverlässigkeit erhöhen.
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2. Granite-Protokoll-Upgrade (19. November 2025)
Überblick: Dieses Upgrade sollte das Netzwerk reaktionsfähiger und einfacher nutzbar machen. Dafür kann die Blockchain ihre Leistung in Echtzeit anpassen. Außerdem wurde die Unterstützung biometrischer Anmeldemethoden ergänzt.
Granite brachte drei wichtige Neuerungen. Erstens führte es variable Mindestzeiten zwischen Blöcken ein. So kann das Netzwerk die Geschwindigkeit, mit der Transaktionen als abgeschlossen gelten, an die Auslastung anpassen. Das ist ein Schritt hin zu Bestätigungen in weniger als einer Sekunde.
Zweitens wurde die Unterstützung für die secp256r1-Kurve ergänzt – ein kryptografisches Verfahren, das auch bei biometrischen Funktionen auf Smartphones wie Face ID und Touch ID zum Einsatz kommt. Nutzer können dadurch Transaktionen mit ihrem Fingerabdruck oder Gesicht bestätigen, statt ein herkömmliches Wallet-Passwort einzugeben.
Drittens sorgte ACP-181 für stabilere Validator-Gruppen in Zeitabschnitten von fünf bis zehn Minuten. Dadurch sinken die Gasgebühren und die Zahl fehlgeschlagener Nachrichten zwischen Avalanche-Subnetzen.
Was das bedeutet: Die Auswirkungen auf AVAX sind eher neutral bis positiv. Das Upgrade schafft die Grundlage für bessere Leistung und einen einfacheren Einstieg, besonders auf Mobilgeräten. Die Veränderungen dürften jedoch vor allem zukünftige Entwicklungen ermöglichen und nicht unmittelbar zu einem deutlichen Wandel führen.
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Fazit
Die Entwicklung von Avalanche konzentriert sich klar auf eine höhere Skalierbarkeit für den institutionellen Einsatz und einen leichteren Zugang für Nutzer. Granite schafft die Grundlagen für bessere Leistung; Helicon baut darauf mit umfassenden Verbesserungen beim Staking und bei der Transaktionsverarbeitung auf. Reicht die höhere Effizienz dieser beiden aufeinanderfolgenden Upgrades aus, damit die zunehmende Aktivität auf der Blockchain auch zu einem höheren Wertbeitrag für den AVAX-Token führt?