Im Detail
1. Lugano Hardfork (Oktober 2026)
Überblick: Das Upgrade ist bereits im öffentlichen Amoy-Testnetz aktiv. Der Start im Mainnet ist für den 1. Oktober 2026 geplant. Es bringt erweiterte Proof-of-Stake-Funktionen mit, die Anwendungen mit besonders vielen Transaktionen unterstützen sollen – etwa Zahlungsdienste.
Ziel des Hard Forks sind Bestätigungszeiten von einer Millisekunde. Das Upgrade ist Teil der umfassenderen „Gigagas“-Roadmap. Es baut auf früheren Änderungen an der Architektur auf und soll das Netzwerk auf automatisierte Zahlungen und ein sehr hohes Transaktionsaufkommen vorbereiten.
Was das bedeutet: Das ist eine positive Entwicklung für POL. Das Upgrade ist ein konkreter Schritt hin zu einem deutlich schnelleren Netzwerk, das auch häufige Anwendungen aus der Praxis bewältigen kann – etwa internationale Überweisungen und Kleinstzahlungen.
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2. Austin- und Kyoto-Sicherheitsforks (August 2026)
Überblick: Bei den beiden aufeinander abgestimmten und verpflichtenden Hard Forks wurden schwerwiegende Sicherheitslücken in der zentralen Netzwerksoftware behoben, bevor sie öffentlich bekannt wurden. Im Mainnet kam es zu keinen Angriffen.
Der Austin-Fork (Bor v2.10.0) behob Schwachstellen, durch die Angreifer einen Denial-of-Service-Angriff hätten auslösen können. Dabei hätte das Netzwerk beispielsweise bei Einzahlungen über eine Bridge unbegrenzt Rechenressourcen verbrauchen können. Der Kyoto-Fork (Heimdall v0.11.0) schloss eine kritische Lücke bei der Eingabeprüfung: Eine einzige manipulierte Transaktion hätte alle Validatoren zu aufwendigen Berechnungen zwingen können.
Was das bedeutet: Die Auswirkungen auf POL sind neutral bis positiv. Zwar zeigen die behobenen Schwachstellen, welchen Risiken das Netzwerk ausgesetzt war. Die schnelle und vorbeugende Behebung stärkt jedoch seine langfristige Sicherheit und Zuverlässigkeit – besonders wichtig angesichts der hohen Stablecoin-Volumina, die über das Netzwerk abgewickelt werden.
(Quelle)
3. Ithaca-Zuverlässigkeitsupgrade (Juli 2026)
Überblick: Das Upgrade wurde am 29. Juli 2026 im Mainnet aktiviert und war das vierte Upgrade von Polygon innerhalb von fünf Monaten. Im Mittelpunkt stand die Zuverlässigkeit des Netzwerks, nicht die reine Geschwindigkeit.
Neue automatische Ausfallsicherungen sollen dafür sorgen, dass Zahlungen auch dann weiterverarbeitet werden, wenn Probleme mit der Blockproduktion auftreten. Außerdem wurden zusätzliche Prüfungen für Transaktionen eingeführt, um Aktivitäten herauszufiltern, die das Netzwerk übermäßig belasten könnten. Das Upgrade ergänzt frühere, auf Geschwindigkeit ausgerichtete Änderungen wie Zurich.
Was das bedeutet: Das ist eine positive Entwicklung für POL. Das Netzwerk wird robuster und verlässlicher für alltägliche Zahlungen und den Einsatz in Unternehmen. Dadurch sinkt das Risiko von Unterbrechungen, wenn das Netzwerk stark ausgelastet ist.
(Quelle)
Fazit
Die Entwicklung von Polygon zeigt, dass in rascher Folge Upgrades umgesetzt werden. Der Schwerpunkt verlagert sich dabei von reinen Leistungssteigerungen hin zu mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit. Diese Weiterentwicklung ist wichtig für die Vision eines „Open Money Stack“. Wird die erfolgreiche Einführung von Lugano der letzte Schritt sein, um Polygon als maßgebliche Abwicklungsebene für On-Chain-Zahlungen zu etablieren?