Im Detail
1. Interstellar-EVM-Upgrade (16. September 2026)
Überblick: Dieses geplante Hard Fork, bekannt als VIP-255, wurde im VeChainThor-Mainnet aktiviert. Dadurch wird das Netzwerk für Entwickler vertrauter, die bereits Anwendungen auf Ethereum entwickeln.
Das Upgrade umfasst elf wichtige Ethereum Improvement Proposals (EIPs) aus den Ethereum-Updates Cancun, Prague und Osaka. Dazu gehören technische Verbesserungen wie ein temporärer Speicher, der Smart Contracts günstiger machen kann, effizienteres Kopieren von Daten im Arbeitsspeicher und bessere kryptografische Unterstützung für Funktionen wie biometrische Passkeys. Für normale Nutzer und VET-Inhaber war keine Aktion erforderlich: Es gab weder einen Token-Tausch noch Änderungen an den Wallets.
Was das bedeutet: Das Upgrade könnte sich positiv auf VET auswirken, da es Entwicklern den Einstieg in VeChain deutlich erleichtert. Anwendungen lassen sich leichter von Ethereum übertragen. Das könnte zu mehr dezentralen Anwendungen (dApps), einer stärkeren Nutzung des Netzwerks und einer höheren Nachfrage nach VET und VTHO führen. Die technische Grundlage des Netzwerks wird modernisiert, ohne dass Nutzer etwas unternehmen müssen.
(Bitrue)
2. Wanchain-Cross-Chain-Integration (13. August 2026)
Überblick: Durch diese Integration wurde VeChainThor mit der Wanchain Bridge und XFlows verbunden. Damit erhielt VeChain seine erste offizielle Cross-Chain-Bridge. Über sie können VET, VTHO und B3TR sicher zwischen VeChain und zahlreichen anderen Blockchains übertragen werden.
Die Bridge unterstützt sowohl EVM-kompatible als auch andere Blockchains, darunter Bitcoin, Ethereum und Solana. Damit wird eine wichtige Infrastruktur für Liquidität und DeFi-Anwendungen im VeChain-Ökosystem wiederhergestellt und erweitert.
Was das bedeutet: Die Integration könnte sich positiv auf VET auswirken, weil sie die bisherige Abschottung zwischen Netzwerken verringert. Nutzer können VET nun leichter in anderen Ökosystemen einsetzen. Gleichzeitig kann Liquidität aus anderen Blockchains in die dApps von VeChain fließen. Diese Vernetzung ist wichtig, um neue Nutzer und Kapital anzuziehen und VeChains Rolle als Plattform für Unternehmen zu stärken.
(TradingView)
3. Hayabusa-Upgrade für Konsens und Tokenomics (Dezember 2025)
Überblick: Mit diesem grundlegenden Upgrade wechselte VeChain vom Proof-of-Authority- zu einem Delegated-Proof-of-Stake-Konsensverfahren (DPoS). Außerdem wurden die Staking-Plattform StarGate eingeführt und das Belohnungssystem für den Gas-Token VTHO überarbeitet.
Die wichtigste Änderung: Die neu erzeugten VTHO werden ausschließlich an Personen verteilt, die ihre VET aktiv staken. Zuvor war eine passive Erzeugung möglich. Das soll den deflationären Druck auf VTHO erhöhen und sowohl die wirtschaftliche Sicherheit des Netzwerks als auch die Erträge der Nutzer verbessern.
Was das bedeutet: Das Upgrade könnte sich positiv auf VET auswirken, weil es langfristiges Halten und die aktive Beteiligung an der Netzwerksicherheit durch Staking fördert. Ein nachhaltigeres und attraktiveres Belohnungsmodell kann dazu beitragen, dass mehr Token gehalten werden und das Netzwerk stabiler wird. So entsteht eine stärkere Grundlage für den Einsatz durch Unternehmen.
(Decrypt)
Fazit
Die Entwicklung von VeChain setzt klar auf eine gezielte Modernisierung: bessere Bedingungen für Entwickler durch EVM-Kompatibilität, mehr Liquidität durch Cross-Chain-Bridges und ein gestärktes Wirtschaftsmodell durch verbessertes Staking. Zusammengenommen könnten diese Upgrades die Verbreitung des Netzwerks fördern. Wird die stärkere Entwickleraktivität nach dem Interstellar-Upgrade zu einem messbaren Anstieg der On-Chain-Transaktionen und zu einer größeren Vielfalt an dApps führen?