Im Detail
1. Ziel: digitales Geld
Kaspa soll vor allem als effizientes, dezentrales Zahlungsmittel dienen. Das Projekt teilt Bitcoins Idee von digitalem Geld, will aber dessen Einschränkungen bei der Skalierbarkeit überwinden. Das Netzwerk ist auf hohe Geschwindigkeit ausgelegt und zielt derzeit auf zehn Blöcke pro Sekunde ab. Dadurch sollen Transaktionen in weniger als einer Sekunde bestätigt werden – bei minimalen Gebühren (CoinMarketCap). Das könnte Kaspa für alltägliche Zahlungen und als Alternative zu langsamen und teuren traditionellen Zahlungssystemen interessant machen.
2. Die BlockDAG-Technologie
Statt einer herkömmlichen, linearen Blockchain verwendet Kaspa eine BlockDAG – eine Struktur, in der Blöcke auf unterschiedliche Weise miteinander verknüpft werden. Das Konsensverfahren GHOSTDAG ordnet mehrere parallel erzeugte Blöcke, anstatt sie zu verwerfen. Dadurch kann das Netzwerk mehr Transaktionen verarbeiten und vermeidet verwaiste Blöcke – ein häufiges Problem bei schnellen Proof-of-Work-Netzwerken (Zoomex). So soll Kaspa skalieren und gleichzeitig die Sicherheit und Dezentralisierung des Nakamoto-Konsenses bewahren.
3. Gemeinschaftlicher Start und Finanzierung
Kaspa wurde nach dem Prinzip eines „Fair Launch“ gestartet: Es gab keine vorab geschürften Coins, keinen Verkauf über ein ICO und keine Zuteilungen an Gründer oder Risikokapitalgeber. Alle KAS im Umlauf wurden durch öffentlich zugängliches Mining verteilt. Das Projekt hat daher keine zentrale Kasse. Die Entwicklung und Verbesserungen werden durch Spenden aus der Community, Crowdfunding und Fördermittel finanziert (CoinMarketCap). Dieses Modell soll die Dezentralisierung stärken und die Ausrichtung des Projekts eng an den Interessen seiner Nutzerinnen und Nutzer halten.
Fazit
Kaspa ist ein gemeinschaftlich getragenes Proof-of-Work-Netzwerk. Es verbindet die Sicherheit von Bitcoin mit einer neuartigen BlockDAG-Struktur, die schnelle Transaktionen ermöglichen soll. Mit dem jüngsten Toccata-Upgrade kommen programmierbare Funktionen hinzu. Damit stellt sich die Frage, ob das Projekt mit seinem gemeinschaftlichen Ansatz ein Entwickler-Ökosystem aufbauen kann, das seinen technischen Ambitionen gerecht wird.