Im Detail
1. Nächste Reduzierung der Blockbelohnung (voraussichtlich am 4. November 2026)
Überblick: Der Ausgabeplan von Kaspa sieht vor, die Grundbelohnung pro Block monatlich zu senken. Der nächste Schritt wird für den 4. November 2026 erwartet. Dabei soll die Belohnung pro Block von etwa 2,060 KAS auf etwa 1,945 KAS sinken – eine Reduzierung um rund 5,6 Prozent (TokenPost). Das Datum ist nicht fest vorgegeben, sondern hängt von einem Wert ab, der bei der Anpassung des Schwierigkeitsgrads des Netzwerks berücksichtigt wird. Da bereits rund 96 Prozent des maximalen Angebots von 28,7 Milliarden KAS im Umlauf sind, verringern diese monatlichen Kürzungen die Menge der neu ausgegebenen KAS weiter.
Was das bedeutet: Die Entwicklung könnte sich neutral bis positiv auf KAS auswirken, weil durch die geringere Ausgabe weniger neue KAS auf den Markt kommen. Das kann den Verkaufsdruck senken. Für Miner ist die Entwicklung hingegen möglicherweise nachteilig: Steigt der KAS-Kurs nicht ausreichend, um die geringere Belohnung auszugleichen, könnte das ihre Einnahmen belasten und die Rechenleistung des Netzwerks verringern.
2. DAGKnight-Konsens-Upgrade (geplant für Q3 2026 bis 2027)
Überblick: DAGKnight ist das geplante Konsensprotokoll der nächsten Generation und soll auf das derzeitige GHOSTDAG folgen. Die Forschungsarbeit ist abgeschlossen und die Entwicklung finanziert (Medium). Ziel ist eine höhere „Reaktionsfähigkeit“: Die Zeit bis zur Bestätigung einer Transaktion soll sich an die tatsächliche Verzögerung im Netzwerk anpassen, statt durch einen festen Wert vorgegeben zu sein. Für das Upgrade ist eine Hard Fork erforderlich – eine grundlegende Änderung, die eine neue Version des Netzwerkprotokolls einführt.
Was das bedeutet: Schnellere und verlässlichere Transaktionsbestätigungen könnten die Nutzung erleichtern und Kaspa als leistungsfähiges Proof-of-Work-Netzwerk stärken. Das größte Risiko besteht darin, dass die Umsetzung komplexer wird oder sich verzögert. Dadurch könnten die erwarteten Vorteile später eintreten.
3. Skalierung auf 100 Blöcke pro Sekunde (BPS) (Roadmap für 2027)
Überblick: Ein langfristiges Ziel ist es, den Durchsatz auf 100 Blöcke pro Sekunde zu erhöhen. Seit dem Crescendo-Upgrade verarbeitet das Netzwerk derzeit 10 Blöcke pro Sekunde. 100 Blöcke pro Sekunde wären ein bedeutender technischer Meilenstein für ein Proof-of-Work-Netzwerk mit sehr hohem Durchsatz (Community Analysis).
Was das bedeutet: Wenn Kaspa die angestrebte Geschwindigkeit erreicht, könnte das Entwickler und Anwendungen anziehen, die eine skalierbare Proof-of-Work-Infrastruktur benötigen. Das Ziel ist jedoch für 2027 angesetzt. Die tatsächliche Bedeutung hängt auch davon ab, ob die Nachfrage nach Transaktionen und die praktische Nutzung des Netzwerks mit der höheren Kapazität wachsen.
4. Updates zum Kasplex-Ökosystem (zkEVM-Layer 2) (laufend)
Überblick: Kasplex, das zkEVM-Layer-2-Netzwerk von Kaspa, startete sein Mainnet am 31. August 2025. Das Team kündigt laufende Updates und neue Veröffentlichungen an, die mit der Weiterentwicklung von Kaspa abgestimmt werden (Kasplex). Dazu gehören erklärende Inhalte und ausführlichere technische Artikel. Eine zkEVM ist eine Technologie, die Ethereum-kompatible Anwendungen und Smart Contracts in einem Layer-2-Netzwerk ermöglicht.
Was das bedeutet: Kasplex könnte das Ökosystem erweitern, indem es eine Umgebung für Smart Contracts und dezentrale Anwendungen (dApps) bereitstellt, die mit Ethereum kompatibel ist. Damit soll eine Lücke bei den nativen Programmiermöglichkeiten von Kaspa geschlossen werden. Entscheidend für den Erfolg wird sein, ob Entwickler Kasplex nutzen und ausreichend Aktivität auf diese Layer-2-Lösung verlagert wird.
Fazit
Die Roadmap von Kaspa konzentriert sich darauf, die Ausgabe neuer Coins zu verringern, die Konsens-Technologie weiterzuentwickeln und den Netzwerkdurchsatz zu erhöhen. Gleichzeitig soll das Ökosystem durch Layer-2-Lösungen wachsen. Zusammengenommen zielt diese Entwicklung darauf ab, Kaspa von einem schnellen Zahlungsnetzwerk zu einer vielseitig programmierbaren und leistungsstarken Proof-of-Work-Basisplattform auszubauen. Ob die technischen Fortschritte zu dauerhaft höherer Nachfrage und mehr Aktivität von Entwicklern führen, bleibt abzuwarten.