Im Detail
1. Start des Aave-V4-Markts auf Arc (16. September 2026)
Überblick: Aave V4 wurde auf Arc gestartet, der USDC-nativen Layer-1-Blockchain von Circle. Die Bereitstellung umfasst einen Core Hub mit Main- und Forex-Spokes. Zu den unterstützten Assets für das Verleihen und Ausleihen gehören USDC, EURC, cirBTC und WETH.
Mit diesem Update wird die Hub-and-Spoke-Architektur von Aave auf eine neue Blockchain ausgeweitet, die auf einen großen Stablecoin ausgerichtet ist. Nutzer auf Arc können auf gemeinsame Liquiditätspools zugreifen. Gleichzeitig bleiben die Risiken verschiedener Asset-Gruppen – etwa Stablecoins und an Währungen gekoppelte Token – voneinander getrennt.
Was das bedeutet: Die Entwicklung ist positiv für AAVE, denn sie zeigt, dass sich das Protokoll auf neue, spezialisierte Finanzökosysteme ausweiten kann. Für Nutzer bedeutet sie mehr Möglichkeiten, Erträge zu erzielen und Assets auszuleihen. Dank der gebündelten Stablecoin-Liquidität könnten zudem günstigere Konditionen möglich sein.
(Quelle)
2. Start des Aave-V4-Markts auf Avalanche (15. Juli 2026)
Überblick: Dies war der erste Einsatz der Aave-V4-Architektur außerhalb von Ethereum. Der Avalanche-Markt umfasst einen Core Hub mit drei spezialisierten Spokes: Main, Forex und einen AVAX Correlated Spoke für Assets, deren Wertentwicklung mit dem nativen Avalanche-Token verbunden ist.
Für den technischen Start wurden die V4-Smart-Contracts an das Avalanche-Netzwerk angepasst und neue Risikoparameter für die dortigen Assets festgelegt. Ein Förderprogramm in Höhe von 15 Millionen US-Dollar sollte dazu beitragen, Liquidität aufzubauen.
Was das bedeutet: Die Entwicklung ist positiv für AAVE, denn sie bestätigt, dass sich das modulare V4-Design auf mehrere Blockchains ausweiten lässt. Das kann zu mehr Nutzung und Gebühreneinnahmen führen. Nutzer erhalten Zugang zu effizienteren Lending-Angeboten auf mehreren Blockchains und zu Förderanreizen in einem schnellen Netzwerk.
(Quelle)
3. Upgrade des Aave-v3.7-Protokolls (20. April 2026)
Überblick: Dieses Upgrade wurde in zwei Schritten umgesetzt und brachte Verbesserungen am Protokoll sowie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für die v3-Version von Aave. Die erste Phase startete unter anderem auf Sonic, Optimism und Gnosis. Bis Mai 2026 wurde das Upgrade auf Ethereum, Polygon und weitere Netzwerke ausgeweitet.
Die Änderungen an der Codebasis konzentrierten sich auf geringere Transaktionskosten und Verbesserungen der Sicherheit. Dazu gehörten genauere Rundungsverfahren und eine verbesserte interne Buchführung. Auch unterstützende Werkzeuge und Hilfsfunktionen für Smart Contracts wurden aktualisiert.
Was das bedeutet: Die Entwicklung ist neutral bis positiv für AAVE. Sie stärkt die Zuverlässigkeit und Effizienz der bestehenden v3-Infrastruktur, ohne neue Funktionen einzuführen. Für Nutzer bedeutet sie sicherere und etwas günstigere Transaktionen auf etablierten Aave-v3-Märkten.
(Quelle)
Fazit
Die Entwicklung von Aave zeigt einen klaren Schwerpunkt: Die neue V4-Architektur wird auf weitere Blockchains ausgeweitet, während die weit verbreiteten v3-Märkte weiter gepflegt und abgesichert werden. Wie schnell wird das TVL (der Gesamtwert der in den Protokollen gebundenen Assets) von v3 zu den neuen V4-Märkten wechseln, wenn diese weiter ausgebaut werden?