Im Detail
1. Mōhalu-Phase und DUST-Kapazitätsbörse (Q4 2026)
Überblick: Diese Phase ist nach einem hawaiianischen Mondabschnitt benannt, der für Wachstum steht. Im Mittelpunkt steht der Ausbau des föderierten Mainnets, also des Netzwerks, das derzeit von mehreren ausgewählten Betreibern verwaltet wird. Ein wichtiger Schritt ist die Einführung der DUST-Kapazitätsbörse. Dort können Nutzer die abgeschirmte, nicht übertragbare Ressource handeln, die für Transaktionsgebühren benötigt wird. Außerdem ist ein größeres Testnetz mit Anreizen geplant. Damit soll das Netzwerk unter hoher Auslastung getestet werden. Auch weitere Mitglieder der Community, darunter künftige Cardano-Stake-Pool-Betreiber (SPOs), sollen daran teilnehmen.
Was das bedeutet: Das könnte sich positiv auf NIGHT auswirken, weil mehr Teilnehmer die Nutzung und Dezentralisierung des Netzwerks fördern. Die DUST-Börse könnte den Handel mit Netzwerkressourcen effizienter machen und so die Nachfrage nach NIGHT erhöhen, denn durch NIGHT wird DUST erzeugt. Ein Risiko besteht darin, dass umfangreiche Tests technische Probleme aufdecken und den Zeitplan verzögern könnten.
2. Privates DeFi und globaler Sicherheiten-Tresor (Q1 2027)
Überblick: Ein wichtiges technisches Ziel ist der Aufbau vertraulicher DeFi-Anwendungen. Dazu gehören private Handels- und Kreditangebote, bei denen Kontostände und Transaktionsverläufe geschützt bleiben (CoinMarketCap). Für Q1 2027 ist außerdem ein privater, globaler Sicherheiten-Tresor geplant. Darin sollen Vermögenswerte als nachweisbare Sicherheiten dienen können, ohne sensible Einzelheiten offenzulegen.
Was das bedeutet: Das könnte sich positiv auf NIGHT auswirken, da solche Anwendungen für Unternehmen und institutionelle Nutzer interessant sein könnten. Dadurch könnte die Aktivität im Netzwerk steigen und mehr DUST verbraucht werden. Gelingt die Umsetzung, könnte sich Midnight als Datenschutz-Infrastruktur für regulierte Finanzdienstleistungen etablieren. Gleichzeitig ist es technisch anspruchsvoll, private Finanzangebote sicher und überprüfbar zu gestalten. Zudem gibt es starke Konkurrenz.
Überblick: Laut Roadmap sollen NIGHT-Inhaber ihre Token einsetzen und dafür Belohnungen erhalten können. Gleichzeitig soll die Community an der Blockproduktion beteiligt werden (CoinMarketCap). Damit könnte der Übergang vom derzeitigen föderierten Modell hin zu einem stärker dezentralisierten Abstimmungsverfahren beginnen. Möglicherweise kommt dabei auch das BABE-Protokoll zum Einsatz.
Was das bedeutet: Das könnte sich positiv auf NIGHT auswirken. Staking schafft eine Möglichkeit, mit gehaltenen Token Belohnungen zu erhalten. Das kann dazu beitragen, dass mehr Nutzer ihre Token langfristig behalten und weniger NIGHT am Markt zum Verkauf steht. Eine stärkere Dezentralisierung kann außerdem die Sicherheit und Glaubwürdigkeit des Netzwerks verbessern. Der Zeitplan hängt jedoch von erfolgreichen Tests und der Zustimmung durch die Governance ab und könnte sich daher verschieben.
4. v9-Upgrade für die Zusammenarbeit von Smart Contracts (Q4 2026 – Q1 2027)
Überblick: Das v8-Release ermöglichte am 1. Oktober 2026 private Smart Contracts. Das v9-Upgrade ist für Q4 2026 geplant und könnte bis Q1 2027 dauern (CoinMarketCap). Es soll die sogenannte Komponierbarkeit einführen: Smart Contracts können dann andere Smart Contracts aufrufen. Außerdem ist eine flexiblere Verwaltung von Konten vorgesehen. Beides bildet eine Grundlage für komplexe, miteinander verbundene Anwendungen und gemeinsam genutzte Liquiditätspools.
Was das bedeutet: Das könnte sich positiv auf NIGHT auswirken, denn durch die Zusammenarbeit von Smart Contracts lassen sich die Möglichkeiten der datenschutzorientierten Anwendungen von Midnight besser ausschöpfen. Das könnte mehr Entwickler und Nutzer anziehen. Verzögerungen oder Fehler bei einem so zentralen Upgrade könnten das Wachstum des Ökosystems jedoch bremsen und die Stimmung belasten.
Fazit
Die Entwicklung von Midnight in der näheren Zukunft hängt vor allem davon ab, ob das Netzwerk ausgebaut und die Infrastruktur für private Finanzanwendungen gestartet werden kann. Diese Infrastruktur ist zentral für den Ansatz der „rationalen Privatsphäre“. Der Übergang zu Staking durch die Community und einer gemeinschaftlichen Blockproduktion ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Dezentralisierung. Wird der Markt NIGHT eher wegen seiner Rolle bei der Governance und der Staking-Belohnungen bewerten – oder wegen der Anwendungen, die es im Bereich privater DeFi ermöglicht?