Ausführliche Analyse
1. Einnahmen durch das Pyth-Core-Upgrade (positiver Einfluss möglich)
Überblick: Das Pyth-Core-Upgrade wurde am 31. Juli 2026 abgeschlossen und beendete den kostenlosen, erlaubnisfreien Zugang zu den Kursdaten. Anwendungen benötigen nun ein kostenpflichtiges Abonnement ab 500 US-Dollar pro Monat. Die Einnahmen fließen in die PYTH Reserve. Mit dieser Änderung soll ein dauerhaft tragfähiges Einnahmemodell entstehen, das auch den Anforderungen institutioneller Nutzer gerecht wird. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) von Pyth Pro stieg im August 2026 gegenüber dem Vormonat um 39 % auf 10,4 Millionen US-Dollar (Phemex).
Was das bedeutet: Mit dem Abo-Modell ist die Nutzung des Netzwerks direkt mit Einnahmen aus Gebühren verknüpft. Der steigende ARR deutet auf eine zunehmende kommerzielle Nutzung hin. Das könnte die PYTH Reserve stärken und ihr mehr Möglichkeiten geben, das Ökosystem zu unterstützen oder Rückkäufe zu finanzieren. Ein Kursanstieg hängt jedoch davon ab, ob die Zahl der Abonnements stärker wächst als vom Markt erwartet.
2. Mögliche Marktanteilsgewinne nach dem Rückzug eines Konkurrenten (positiver Einfluss möglich)
Überblick: Switchboard stellte sein Oracle-Netzwerk am 25. September 2026 ein und forderte Protokolle wie Kamino Finance und Drift dazu auf, zu Alternativen wie Pyth Network zu wechseln (TokenPost). Dem war im September 2026 eine strategische Partnerschaft von Pyth mit Nasdaq vorausgegangen: Pyth wurde offizieller Anbieter von Nasdaq-Basic-Daten (CoinMarketCap).
Was das bedeutet: Wenn ein direkter Konkurrent den Markt verlässt, kann sich die Auswahl für Nutzer verringern. Neue Integrationen und mehr Handelsvolumen könnten dadurch zu Pyth wandern. Eine stärkere Nutzung durch Protokolle könnte die Nachfrage nach PYTH für Staking und Governance erhöhen und in den kommenden ein bis sechs Monaten für positive Kursimpulse sorgen.
3. Bevorstehende Token-Freigaben und Angebotsentwicklung (gemischter Einfluss)
Überblick: Die maximale Menge von PYTH beträgt 10 Milliarden Token. Rund 7,87 Milliarden sind derzeit im Umlauf. Die übrigen 2,13 Milliarden sind gesperrt und werden nach einem festgelegten Zeitplan freigegeben. Die letzte Tranche wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 verfügbar (Phemex). Beim Rückkauf der DAO im August 2026 wurden 669.661 PYTH aus dem Umlauf genommen – nur ein kleiner Teil der gesperrten Menge.
Was das bedeutet: Künftige Freigaben könnten Verkaufsdruck erzeugen, vor allem wenn die Nachfrage schwach ist. Damit sich das positive Szenario erfüllt, müssen steigende Einnahmen und ein wachsendes Ökosystem das zusätzliche Angebot aufnehmen können. Trader sollten den offiziellen Freigabeplan im Blick behalten, denn unerwartete Angebotszuwächse könnten den Kursanstieg mittelfristig bremsen.
Fazit
Kurzfristig sprechen die neuen Einnahmemöglichkeiten und die Entwicklungen im Wettbewerb eher für PYTH. Auf längere Sicht wird sich jedoch zeigen müssen, ob das Netzwerk den wachsenden Token-Bestand gut auffangen kann. Für Inhaber ist entscheidend, ob die Einnahmen aus Abonnements schnell genug steigen, um die Verwässerung durch künftige Token-Freigaben auszugleichen.
Welche einzelne Kennzahl ist am wichtigsten, um einen anhaltenden Aufwärtstrend zu bestätigen?