Ausführlicher Überblick
1. Lotus-Upgrade (voraussichtlich Juni 2025)
Überblick: Dies ist das vierte Mainnet-Upgrade von Celestia. Es bringt wichtige Änderungen an der Tokenökonomie und verbessert die direkte Verbindung zu anderen Blockchains. Das Upgrade wirkt sich auf die Tokenökonomie von TIA aus: Es verringert die Menge neu ausgegebener Token und erleichtert Übertragungen von TIA zwischen verschiedenen Blockchains.
Das Upgrade umfasst mehrere Celestia Improvement Proposals (CIPs), also Änderungsvorschläge für Celestia. CIP-29 senkt die jährliche Inflationsrate von TIA um etwa 33 %. Dadurch kommen weniger neue Token in Umlauf. Auch die Regeln für das Staking – das Bereitstellen von Token zur Unterstützung des Netzwerks – werden angepasst: CIP-30 deaktiviert die automatische Auszahlung von Staking-Belohnungen. So können Nutzerinnen und Nutzer selbst entscheiden, wann sie diese anfordern. CIP-31 sperrt Staking-Belohnungen für Konten mit noch nicht vollständig freigegebenen Token. Eine wichtige Neuerung ist außerdem die Integration des Interoperabilitätsprotokolls Hyperlane als Modul des Cosmos SDK. Dadurch können TIA direkt zu und von Netzwerken wie Ethereum, Base und Arbitrum übertragen werden.
Was das bedeutet: Für TIA kann das positiv sein, weil mit der Zeit weniger neue Token hinzukommen. Das könnte den Wert des Tokens stützen. Für Nutzerinnen und Nutzer werden Übertragungen zwischen Blockchains einfacher und sicherer, ohne dass sie komplizierte Bridge-Oberflächen nutzen müssen. Die Änderungen bei den Staking-Belohnungen bieten mehr Flexibilität bei der Steuerplanung und unterstützen langfristig die Sicherheit des Netzwerks.
(Celestia-Blog)
2. V9-Mainnet-Start (Juli 2026)
Überblick: Dieses Protokoll-Upgrade steigert die Leistung deutlich, indem es die Zeit bis zur Erstellung eines neuen Blocks halbiert. Für Entwicklerinnen und Entwickler, die auf Celestia aufbauen, bedeutet das schnellere Transaktionsbestätigungen und ein reaktionsfähigeres Netzwerk.
Das Update verkürzt die Blockzeit erfolgreich von 6 auf 3 Sekunden. Dadurch kann das Netzwerk potenziell doppelt so viele Daten verarbeiten, ohne die Blockgröße zu erhöhen. Das macht es effizienter. Das Upgrade war Teil eines kompakten Entwicklungsplans, der die Kapazität des Netzwerks erhöhen und den Weg für Protokolle mit noch höherem Durchsatz wie Fibre ebnen soll.
Was das bedeutet: Ein schnelleres Netzwerk kann Celestia als technische Basis für Rollups und Anwendungen wettbewerbsfähiger machen. Endnutzerinnen und Endnutzer erhalten schneller eine Bestätigung für Transaktionen, die auf Celestias Daten zugreifen. Das kann die Nutzung insgesamt angenehmer machen.
(Celestia)
3. V8-Mainnet-Start (vor Juni 2026)
Überblick: Bei diesem Upgrade stehen die Unabhängigkeit und die Verbindung zwischen verschiedenen auf Celestia aufbauenden Blockchains im Mittelpunkt. Es bietet eine einfachere und sicherere Möglichkeit, Vermögenswerte zwischen verschiedenen Rollups zu übertragen.
Mit V8 werden kettenübergreifende Übertragungen mit einer einzelnen Signatur möglich. Dadurch sind keine Mehrfachsignaturen mehr nötig, die langsamer und komplizierter sein können. Das Upgrade unterstützt außerdem die Verifizierung von Nachrichten mithilfe von Zero-Knowledge-Beweisen (ZK). So können Blockchains mithilfe kryptografischer Nachweise miteinander kommunizieren, statt sich auf Annahmen über das Vertrauen in andere Beteiligte zu stützen. Entwicklerinnen und Entwickler können dadurch vernetzte Blockchain-Ökosysteme schaffen, in denen Vermögenswerte und Daten einfacher ausgetauscht werden.
Was das bedeutet: Das könnte dem Celestia-Ökosystem zugutekommen, weil es einfacher wird, miteinander verbundene Anwendungen zu entwickeln. Nutzerinnen und Nutzer können Vermögenswerte unkompliziert zwischen verschiedenen Anwendungen verschieben, die auf Celestia aufbauen – ähnlich wie sich Geld zwischen Apps auf dem Smartphone übertragen lässt.
(Celestia)
Fazit
Celestias Entwicklung zeigt klare Schwerpunkte: bessere Netzwerkleistung durch V9, mehr Möglichkeiten für Übertragungen zwischen Blockchains durch V8 und Lotus sowie eine nachhaltigere Tokenökonomie durch Lotus. Da bis Oktober 2026 regelmäßige Gespräche der Kernentwickler geplant sind, wird kontinuierlich an dem Projekt gearbeitet. Wie könnte die erfolgreiche Einführung des Fibre-Protokolls, das einen Durchsatz von 1 GB/s anstrebt, Celestias Position im modularen Blockchain-Ökosystem weiter stärken?