Im Detail
1. Portierung für quantensichere IBC-Sicherheit (21. September 2026)
Überblick: Mit diesem Update wird eine Funktion für quantenresistente Kryptografie aus der vorgelagerten CometBFT-Software übernommen. So kann Celestia künftig sicher Daten von anderen Blockchains überprüfen, die neue, quantenresistente Validator-Schlüssel verwenden.
Die wichtigste Änderung ist die Unterstützung von Validator-Schlüsseln des Typs ML-DSA-65. Dabei handelt es sich um eine Signaturart, die gegen Angriffe mit Quantencomputern ausgelegt ist. Die Änderung ist vorausschauend und wirkt sich nicht nachteilig auf den Celestia-eigenen Konsens aus. Für das Inter-Blockchain Communication (IBC)-Protokoll ist sie jedoch wichtig: Ohne diese Unterstützung könnten Celestia-Nodes irgendwann keine Block-Header mehr von aktualisierten Partner-Blockchains überprüfen. Dadurch könnten Verbindungen zwischen den Blockchains unterbrochen werden. Die Portierung soll Teil des koordinierten Upgrades auf Celestia-app v11 werden.
Was das bedeutet: Kurzfristig ist die Änderung neutral für TIA. Langfristig schafft sie jedoch eine wichtige Grundlage für mehr Sicherheit. Sie trägt dazu bei, dass Celestia als modulare Datenebene zuverlässig und kompatibel bleibt, während sich das Blockchain-Ökosystem auf mögliche Bedrohungen durch künftige Quantencomputer vorbereitet. Für Staker und Nutzer ändert sich unmittelbar nichts.
(Quelle)
2. Lotus-Mainnet-Upgrade (Juni 2025)
Überblick: Lotus war das vierte große Upgrade des Celestia-Mainnets. Es verbesserte die Möglichkeiten zur Verbindung mit anderen Blockchains und änderte die Token-Wirtschaft. Außerdem wurde das Interoperabilitätsprotokoll Hyperlane direkt in das Netzwerk integriert.
Mit Lotus wurden native TIA-Überweisungen zu und von anderen großen Blockchains wie Ethereum und Arbitrum über Hyperlane-Brücken möglich. Das Upgrade senkte zudem die jährliche Token-Inflation um 33 Prozent und passte die Regeln für Staking-Belohnungen an. Belohnungen für gesperrte Token sollten für einen bestimmten Zeitraum gebunden werden. Ziel war es, den Verkaufsdruck zu verringern und die wirtschaftlichen Anreize für die Netzwerksicherheit zu verbessern.
Was das bedeutet: Für den grundlegenden Nutzen von TIA war dies ein bedeutendes, positives Upgrade. Durch die Verbindung mit einem größeren Ökosystem wurde der Token vielseitiger einsetzbar. Gleichzeitig sollte ein nachhaltigeres Wirtschaftsmodell entstehen: Es werden weniger neue Token ausgegeben, und die Anreize für Staker werden stärker an der langfristigen Gesundheit des Netzwerks ausgerichtet.
(Quelle)
3. Agenda des Core-Devs-Calls (14. Oktober 2026)
Überblick: Die Agenda für einen Entwickler-Call zeigt, dass die Arbeit an Verbesserungsvorschlägen aus der Community (CIPs) weitergeht. Im Mittelpunkt steht ein Vorschlag zu Anreizen für Sequencer.
Der wichtigste Punkt ist, CIP-42 den Status „Final“ zu geben. Der Vorschlag behandelt Möglichkeiten, dezentrale Sequencer zu belohnen. Diese sind wichtig, um Transaktionen auf Rollups zu verarbeiten, die auf Celestia aufbauen.
Was das bedeutet: Die Agenda ist ein neutrales Zeichen dafür, dass die Entwicklung stetig weitergeht. Ein Abschluss von CIP-42 wäre ein positiver Schritt hin zu einem robusteren und stärker dezentralisierten Rollup-Ökosystem auf Celestia. Wenn dadurch mehr Anwendungen starten, könnte langfristig auch die Nachfrage nach Block-Speicherplatz steigen – und damit möglicherweise die Gebühren in TIA.
(Quelle)
Fazit
Celestia entwickelt sich auf mehreren Ebenen weiter: Das Netzwerk soll für künftige Verbindungen zwischen Blockchains gerüstet sein, TIA soll im heutigen Ökosystem vielseitiger einsetzbar werden, und die Dezentralisierung des Ökosystems wird weiter vorangetrieben. Könnte der Abschluss der Arbeiten an Anreizen für Sequencer die nächste Welle von Rollups auf Celestia auslösen?