Ausführliche Analyse
1. Gezielte Verknappung durch Rückkäufe (positiver Einfluss)
Überblick: Im Rahmen des Modells MX Token 2.0 verwendet MEXC 40 % seiner Quartalsgewinne, um MX am offenen Markt zurückzukaufen und zu verbrennen. Beim Burn für das zweite Quartal 2025 wurden 2.398.000 MX vernichtet (MEXC). Diese planmäßige Verringerung des Angebots soll die umlaufende Menge auf etwa 100 Millionen begrenzen und den Verkaufsdruck vorhersehbar reduzieren.
Bedeutung: Die Rückkäufe schaffen eine regelmäßige Nachfrage nach MX und verknüpfen den möglichen Kursboden mit der Profitabilität von MEXC. Steigen die Einnahmen der Börse, könnte der Kaufdruck durch Rückkäufe die üblichen Verkäufe überwiegen und den Kurs strukturell stützen. Die Wirkung hängt jedoch davon ab, dass MEXC dauerhaft Gewinne erzielt.
2. Wettbewerbsposition von MEXC (gemischter Einfluss)
Überblick: MEXC konkurriert mit niedrigen Gebühren. Die Börse bietet beim Spot-Handel keine Maker-Gebühren und erhebt auch beim Futures-Handel vergleichsweise geringe Gebühren, um mehr Handelsvolumen anzuziehen (OneBullex). Das Spot-Handelsvolumen stieg 2025 um 90,9 % – stärker als bei den anderen großen Börsen (MEXC). Nutzerinnen und Nutzer in den USA, im Vereinigten Königreich, im Europäischen Wirtschaftsraum und weiteren großen regulierten Märkten können die Plattform jedoch nicht nutzen.
Bedeutung: Wenn MEXC in den Märkten, in denen die Börse tätig sein darf, neue Nutzer gewinnt, kann das Handelsvolumen steigen. Zugleich könnte die Nachfrage nach MX zunehmen, wenn Nutzer den Token für Gebührenrabatte einsetzen. Der Ausschluss großer, etablierter Märkte begrenzt allerdings die Zahl potenzieller Nutzer. Außerdem ist MEXC dadurch stärker von oft schwankungsanfälligeren Schwellenländern abhängig.
Überblick: Die Nachfrage nach MX ergibt sich vor allem aus den Funktionen des Tokens: Gebührenrabatte, Teilnahme an Kickstarter-Airdrops und Zugang zu Launchpads. Häufige neue Listings und Aktionen von MEXC – etwa 200 neue Token im Oktober 2025 – können zusätzliche Anreize schaffen, MX zu halten (MEXC). Der Offshore-Betrieb bringt jedoch regulatorische Risiken mit sich. Ein viel beachteter Fall, bei dem 2025 ein Nutzerkonto eingefroren wurde, verdeutlicht diese Risiken (Yahoo Finance).
Bedeutung: Eine rege Nutzung der Plattform kann sich direkt in einer höheren Nachfrage nach MX niederschlagen. Das ist ein klarer möglicher Kurstreiber. Regulatorische Maßnahmen oder ein Vertrauensverlust infolge betrieblicher Probleme könnten hingegen starke Verkäufe auslösen. Denn der Wert von MX ist eng mit dem Ruf und dem Fortbestand der Börse verbunden.
Fazit
Die Entwicklung von MX wird davon geprägt, ob MEXC mit seiner aggressiven Wachstumsstrategie die Risiken des eigenen Geschäftsmodells ausgleichen kann. Mittelfristig könnten regelmäßige Token-Burns und eine hohe Plattformaktivität den Kurs stützen. Langfristig muss MEXC jedoch regulatorische Herausforderungen bewältigen und das Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer erhalten.
Wird MEXC in den Märkten, in denen die Börse tätig sein darf, schneller neue Nutzer gewinnen, als der zunehmende regulatorische Druck wächst?