Ausführliche Analyse
1. Kraken DeFi Earn Start (27. Januar 2026)
Überblick: Kraken hat sein Produkt „DeFi Earn“ in den USA, Kanada und Europa gestartet. Nutzer können dort Geld oder Stablecoins einzahlen, die dann in USDC umgewandelt und in geprüfte On-Chain-Vaults investiert werden. Ein großer Teil dieses Kapitals wird als Liquidität für Protokolle wie Aave, Morpho und andere genutzt. So erhalten auch weniger technikaffine Nutzer einen regulierten Zugang zu DeFi-Erträgen, ohne private Schlüssel selbst verwalten zu müssen.
Bedeutung: Das ist positiv für AAVE, da es die Nutzerbasis und die Nachfrage nach den Liquiditätspools deutlich erweitert – und das über eine vertrauenswürdige, regulierte Plattform. Dadurch könnten die Einnahmen des Protokolls steigen und Aave seine Rolle als zentrale DeFi-Infrastruktur weiter festigen.
(CoinMarketCap)
2. Großer Investor verlagert 230 Mio. USD zu Aave (27. Januar 2026)
Überblick: Ein sogenannter „Whale“ (Großinvestor) hat Long-Positionen im Wert von 230 Millionen USD auf Hyperliquid geschlossen und stattdessen gehebelte Ethereum-Positionen über Aave aufgebaut. Er hat 240 Millionen USDT von Aave geliehen, das Geld zu Binance transferiert und 148.000 ETH abgehoben. Der Liquidationspreis liegt bei etwa 1.953 USD pro ETH. Diese Vorgehensweise zeigt, dass institutionelle Anleger Aave V3 zunehmend als Werkzeug für das Management großer Kapitalbestände nutzen.
Bedeutung: Diese Entwicklung ist neutral bis positiv zu bewerten, da sie Aaves Bedeutung für komplexe Kapitalstrategien unterstreicht. Gleichzeitig erhöht sie aber auch das Risiko: Ein starker Kursrückgang bei Ethereum könnte zu einer Zwangsliquidierung führen, was wiederum die Märkte stark beeinflussen könnte.
(CoinMarketCap)
3. Preis fällt unter wichtige Unterstützung (27. Januar 2026)
Überblick: Der AAVE-Kurs ist kürzlich unter die wichtige Unterstützungszone von 168–170 USD gefallen und erreichte etwa 162 USD. Dadurch wurden Zwangsliquidierungen ausgelöst, die jedoch als kontrolliert beschrieben wurden. Der tägliche RSI-Indikator zeigt eine Überverkauft-Situation, was in der Vergangenheit oft kurzfristige Kursanstiege ankündigte.
Bedeutung: Kurzfristig ist das ein negatives Signal, das auf Verkaufsdruck hinweist. Für Anleger ist entscheidend, ob die Unterstützung im Bereich von 158–160 USD hält. Gelingt dies, könnte sich eine technische Erholung einstellen.
(CoinMarketCap)
Fazit
Aave steht aktuell zwischen wachsender institutioneller Integration und kurzfristiger Kursvolatilität. Das Protokoll bleibt eine wichtige Grundlage sowohl für einfache Ertragsprodukte im Retail-Bereich als auch für komplexe Strategien großer Investoren. Ob die kommende Version Aave V4 mit neuen Gebührenmodellen diesen Nutzungsanstieg in nachhaltigen Wert für AAVE-Token-Inhaber umwandeln kann, bleibt abzuwarten.