Im Detail
1. Zweck und Mehrwert
ZKsync soll dabei helfen, eine zentrale Herausforderung von Ethereum zu lösen: Sicherheit, Dezentralisierung und Skalierbarkeit miteinander in Einklang zu bringen. Dafür werden Berechnungen außerhalb der Ethereum-Blockchain ausgeführt. Zero-Knowledge-Proofs – kryptografische Nachweise, mit denen sich Informationen überprüfen lassen, ohne sie offenzulegen – ermöglichen schnelle und kostengünstige Transaktionen. So wird Ethereum für den Alltag praktischer, etwa beim Erstellen von NFTs oder bei komplexen DeFi-Anwendungen, ohne die Sicherheit der Haupt-Blockchain aufzugeben.
2. Technologie und Aufbau
Im Kern ist ZKsync ein ZK-Rollup. Dabei werden Tausende von Transaktionen außerhalb von Ethereum gebündelt. Anschließend wird ein kompakter Gültigkeitsnachweis (ein ZK-SNARK) erstellt und an Ethereum übermittelt, wo die Transaktionen endgültig bestätigt werden. Mit dem modularen ZK Stack kann jede Person eigene „Hyperchains“ erstellen, die von Haus aus miteinander kompatibel sind und Sicherheit sowie Liquidität gemeinsam nutzen. Weiterentwicklungen wie Atlas haben die Leistung auf mehr als 15.000 Transaktionen pro Sekunde und eine Finalität von unter einer Sekunde gesteigert.
3. Token und Governance
Die maximale Menge des ZK-Tokens ist auf 21 Milliarden festgelegt (ZKsync). Der Token hat vor allem drei Funktionen: Mitbestimmung bei Abstimmungen über Änderungen am Protokoll, Bezahlung von Gebühren – insbesondere für die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Blockchains – und Staking, das zur Absicherung des Netzwerks beitragen soll. Vorschläge sehen vor, den Wert des Tokens stärker an die tatsächliche Nutzung des Netzwerks zu koppeln. Gebühren könnten dafür etwa Rückkäufe, das Verbrennen von Token und Prämien für das Ökosystem finanzieren.
Fazit
ZKsync ist im Wesentlichen eine leistungsstarke Ausführungsebene für Ethereum. Aus einem einzelnen Rollup entwickelt sich ein Netzwerk miteinander verbundener Blockchains, das auf Zero-Knowledge-Kryptografie basiert. Der Token soll die Interessen der Beteiligten mit dem Wachstum und dem praktischen Nutzen des Netzwerks in Einklang bringen. Wird die Infrastruktur mit der Zeit ausgereift genug sein, um Institutionen und Entwickler von der Vision eines skalierbaren Internets zu überzeugen, über das die Nutzer selbst mitbestimmen?