Im Detail
1. Optimierung der Beweiserstellung und Gebührenmarkt (10. Dezember 2025)
Überblick: Dieses Update senkt die Kosten für die Erstellung der zugrunde liegenden Netzwerkbeweise. Zudem führt es ein Gebührenmodell ein, das dem von Ethereum ähnelt und für stabilere, besser vorhersehbare Transaktionskosten sorgen soll.
Die wichtigste technische Änderung: Starknet verwendet für die Berechnung von Hashes kompilierter Klassen künftig eine Hashfunktion aus der BLAKE-Familie statt Poseidon. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Integration des neuen „Stwo“-Provers von StarkWare. Mit BLAKE lassen sich Beweise ungefähr achtmal effizienter erstellen. Gleichzeitig wurde ein funktionierender Gebührenmarkt für L2-Gas nach dem Vorbild von EIP-1559 eingeführt. Die Gebühren richten sich damit stärker nach der Auslastung des Netzwerks und sollen sich einem vorhersehbaren Zielwert annähern.
Was das bedeutet: Das Update könnte sich positiv auf STRK auswirken, da es die Betriebskosten für Entwickler senkt, die Anwendungen auf Starknet erstellen. Mit der Zeit könnten dadurch auch die Gebühren für Nutzer niedriger und stabiler werden. Besser vorhersehbare Gebühren machen das Netzwerk nutzerfreundlicher und wirtschaftlich nachhaltiger.
(Starknet)
2. Verteilte Blockerstellung und schnellere Blöcke (1. September 2025)
Überblick: Dieses größere Update mit dem Namen „Grinta“ beschleunigt das Netzwerk deutlich und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Dezentralisierung: Die Verantwortung für die Reihenfolge von Transaktionen wird auf mehrere Beteiligte verteilt.
Mit dem Update wurde eine verteilte Sequencer-Architektur eingeführt. Dabei wechseln sich drei Sequencer bei der Erstellung von Blöcken ab und nutzen dafür das Tendermint-Konsensprotokoll. Außerdem wurde die angestrebte Blockzeit von etwa 30 auf rund 6 Sekunden verkürzt. Ein neuer Mempool – ein Zwischenspeicher für ausstehende Transaktionen – sorgt dafür, dass die Reihenfolge, in der Transaktionen eingehen, nicht automatisch ihrer späteren Reihenfolge im Block entspricht.
Was das bedeutet: Das Update könnte sich sehr positiv auf STRK auswirken. Starknet entwickelt sich damit von einem Netzwerk, das auf einen einzelnen zentralen Betreiber angewiesen ist, hin zu einem robusteren und glaubwürdig neutralen Netzwerk. Nutzer profitieren von deutlich schnelleren Transaktionsbestätigungen. Das Netzwerk reagiert dadurch schneller und kann besser mit anderen Layer-2-Lösungen mithalten.
(Starknet-Dokumentation)
3. Cairo Native und dreiteiliges Gasmodell (24. März 2025)
Überblick: Durch dieses Update können Smart Contracts deutlich schneller ausgeführt werden. Außerdem wurde ein umfassendes neues Modell zur Berechnung der Gebühren für Netzwerkressourcen eingeführt, das Nutzern mehr Kontrolle über ihre Transaktionskosten gibt.
Für Smart Contracts, die mit Sierra 1.7.0 oder einer neueren Version kompiliert wurden, ist nun die native Ausführung mit Cairo möglich. Dabei laufen die Verträge direkt auf dem Prozessor des Computers, statt über eine virtuelle Maschine – das kann die Ausführung beschleunigen. Außerdem wurde L2-Gas offiziell als neuer Ressourcentyp eingeführt. So entstand ein „dreiteiliges Gasmodell“, bei dem Nutzer Limits für L1-Gas, L2-Gas und Blob-Gas festlegen.
Was das bedeutet: Das Update könnte sich positiv auf STRK auswirken, denn schnellere Ausführung von Smart Contracts verbessert die Nutzungserfahrung bei jeder dApp. Das neue Gasmodell macht die Gebühren transparenter und hilft Nutzern, ihre Transaktionskosten zu optimieren. Dadurch können auch komplexe DeFi-Abläufe effizienter und günstiger werden.
(Starknet-Dokumentation)
Fazit
Die jüngsten Entwicklungsarbeiten von Starknet konzentrieren sich klar auf drei Bereiche: effizientere Beweiserstellung, mehr Dezentralisierung durch verteilte Blockerstellung und ein besseres Nutzererlebnis dank planbarerer Gebühren. Werden die nächsten Updates Starknets Position als führender ZK-Rollup für skalierbare und private Berechnungen weiter stärken?