Ausführliche Erklärung
1. On-Chain-Governance und Selbstanpassung
Tezos hat als erste Blockchain ein formelles System entwickelt, bei dem die Nutzer – sogenannte „Bäcker“ – direkt auf der Blockchain über Protokolländerungen abstimmen. Dieser Prozess läuft in mehreren Phasen ab und wenn die Mehrheit zustimmt, aktualisiert sich das Netzwerk automatisch. Diese Fähigkeit zur Selbstanpassung verhindert kontroverse Abspaltungen (Hard Forks) und ermöglicht eine reibungslose Weiterentwicklung. Bis Januar 2026 wurden bereits 20 Updates erfolgreich durchgeführt, darunter das „Tallinn“-Update, das die Blockzeiten verkürzte (Cryptobriefing).
2. Liquid Proof-of-Stake (LPoS) Konsens
Das Netzwerk wird durch das Liquid Proof-of-Stake-Verfahren gesichert. Token-Inhaber können ihre XTZ entweder selbst einsetzen, um als Validator („Bäcker“) zu fungieren, oder sie delegieren ihre Token an andere Bäcker. Im Gegenzug erhalten sie einen Anteil der Belohnungen. Dieses Verfahren ist energieeffizienter als das traditionelle Proof-of-Work und fördert eine breite Beteiligung der Community.
Tezos ist als modulare Plattform aufgebaut. Die Basisschicht (Layer 1) sorgt für Sicherheit und Abwicklung der Transaktionen, während die Skalierung über Layer-2-Lösungen erfolgt. Etherlink, ein EVM-kompatibler Smart-Rollup, ermöglicht es Entwicklern, bekannte Werkzeuge und Programmiersprachen zu nutzen und gleichzeitig von der Sicherheit und den niedrigen Gebühren von Tezos zu profitieren (Tezos). Diese Architektur unterstützt ein wachsendes Ökosystem, das sich auf DeFi, digitale Kunst und die Tokenisierung realer Vermögenswerte wie physisches Uran konzentriert.
Fazit
Tezos ist eine Blockchain, die einen demokratischen Prozess zur Protokollverbesserung fest in ihrem Kern verankert hat. Dadurch soll langfristige Stabilität und Anpassungsfähigkeit gewährleistet werden. Es bleibt spannend zu beobachten, wie dieses einzigartige Governance-Modell die Fähigkeit von Tezos beeinflusst, zukünftige technologische Innovationen zu übernehmen.