Ausführliche Erklärung
1. Zweck und Nutzen
Pyth löst das sogenannte „Oracle-Problem“, indem es Echtzeit-Marktdaten (Krypto, Aktien, Rohstoffe) direkt von über 80 institutionellen Anbietern wie Cboe, Jane Street und Binance bezieht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Oracles, die Daten von Drittanbietern sammeln, minimiert Pyths Modell mit direkten Quellen Verzögerungen und Manipulationsrisiken. So werden Preisupdates in unter einer Sekunde geliefert – entscheidend für Derivate, Kreditprotokolle und algorithmischen Handel.
2. Technologie und Aufbau
Pyth verwendet ein spezielles Pull-Oracle-Design: Die Daten werden außerhalb der Blockchain gespeichert und nur dann auf die Blockchain übertragen, wenn eine dezentrale Anwendung (dApp) sie anfordert. Das spart Transaktionskosten (Gasgebühren) und verhindert unnötige Überlastung der Blockchain. Die Daten werden über eine auf Solana basierende Appchain (Pythnet) gesammelt und durch kryptografische Verfahren abgesichert. Die Übertragung auf andere Blockchains wie Ethereum oder Solana erfolgt über Wormhole, was eine breite Nutzung ermöglicht.
3. Wichtige Besonderheiten
Pyth zeichnet sich durch seine Geschwindigkeit aus – Updates erfolgen alle 300 bis 400 Millisekunden – und durch die umfangreiche Abdeckung von über 380 Vermögenswerten, darunter auch spezielle Aktien und ETFs. Das offene Modell erlaubt jeder dApp, die Datenfeeds ohne Einschränkungen zu integrieren. Die Governance erfolgt über den PYTH-Token, mit dem Nutzer über Parameter wie Gebührenstrukturen und Datenquellen abstimmen können.
Fazit
Pyth Network definiert Oracle-Dienste neu, indem es institutionelle Marktdaten mit unvergleichlicher Geschwindigkeit und Vielfalt direkt auf die Blockchain bringt. Wie könnte verifizierbare, reale Daten die Verbindung zwischen traditionellem Finanzwesen (TradFi) und dezentraler Finanzwelt (DeFi) weiter stärken, wenn die Nutzung wächst?