Im Detail
1. Zweck und Mehrwert
Dolphin setzt bei den hohen Kosten und der starken Zentralisierung von KI-Inferenz an. Bei der Inferenz erzeugen trainierte KI-Modelle Antworten. Das Kernangebot, das Dolphin Network, schafft dafür einen Peer-to-Peer-Marktplatz. GPU-Besitzer können ungenutzte Kapazitäten ihrer Hardware für die Verarbeitung von Anfragen bereitstellen und dafür POD-Token erhalten. Das Modell soll den Zugang zu KI-Rechenleistung erleichtern und eine potenziell günstigere, dezentrale Alternative zu den Diensten großer Technologieanbieter bieten.
2. Technologie und Architektur
Das Netzwerk basiert auf Base, einer Layer-2-Blockchain. Verschlüsselung, stichprobenartige Aufgabenprüfungen und kryptökonomische Sicherheiten sollen die Integrität und Qualität der verteilten Berechnungen gewährleisten. Dabei hinterlegen Betreiber Token als Sicherheit und verpflichten sich so zu ehrlicher Arbeit. Das kommerzielle Produkt des Projekts ist die Inference API. Sie ging am 11. Oktober 2026 in Betrieb und nutzt das Modell DeepSeek V4.1 Flash (TradingView News).
3. Tokenomics und Nutzung
Der POD-Token ist die native Währung des Netzwerks. Die Gesamtmenge ist auf 500 Millionen Token begrenzt. Er erfüllt vor allem zwei Funktionen: GPU-Betreiber erhalten POD als Vergütung für abgeschlossene Inferenzaufträge. Entwickler und Endnutzer geben POD aus, um die KI-Inferenz-API zu nutzen. Dadurch ist die Nachfrage nach dem Token unmittelbar mit der tatsächlichen Nutzung des Produkts verknüpft.
Fazit
Im Kern ist Dolphin ein kryptökonomisches Experiment mit dem Ziel, eine weltweit verteilte Cloud für KI-Inferenz aufzubauen, deren Teilnehmer durch Token belohnt werden. Wird das Modell mit ungenutzter GPU-Leistung zuverlässig und leistungsfähig genug sein, um mit etablierten zentralisierten Anbietern zu konkurrieren?