Deep Dive
1. Zweck und Nutzen
Cap möchte Kredite für institutionelle Anleger auf die Blockchain bringen. Bei vielen klassischen DeFi-Kreditangeboten dienen volatile Kryptowährungen als Sicherheit. Cap ermöglicht stattdessen Kredite in US-Dollar für Unternehmen aus der Realwirtschaft. Das Ausfallrisiko wird von einem dezentralen Netzwerk unabhängiger Kreditversicherer abgesichert. So entsteht eine neue Renditequelle für Einleger, die Stablecoins halten. Die Absicherung erfolgt durch nachvollziehbare finanzielle Sicherheiten (Cap).
2. Das Modell mit drei Beteiligten
Das Ökosystem besteht aus drei zentralen Gruppen. Kreditnehmer sind geprüfte Unternehmen, die Kredite in US-Dollar aufnehmen möchten. Kreditversicherer sind unabhängige Akteure, die Sicherheiten hinterlegen, um diese Kredite abzusichern. Für ihre Risikoeinschätzung erhalten sie eine Prämie. Einleger stellen Stablecoins wie USDC bereit und erhalten dafür renditebringende Token, zum Beispiel stcUSD. Die Rendite stammt aus den Kreditzinsen; die Sicherheiten der Kreditversicherer sollen die Einlagen schützen (Cap).
3. Tokenomics und Governance
Die Gesamtmenge des CAP-Tokens ist auf 10 Milliarden begrenzt. Sein Hauptzweck ist die Governance: Token-Inhaber können über Änderungen am Protokoll, Risikoparameter und die Verwaltung der Treasury abstimmen. Ein erheblicher Anteil des Angebots (47,37 %) ist für das Ökosystem und die Community vorgesehen. Damit soll die dezentrale Entscheidungsfindung gefördert und das langfristige Wohlergehen der Plattform unterstützt werden.
Fazit
Im Kern ist Cap ein Kreditprotokoll, das mithilfe der Blockchain transparente Kreditmärkte mit hinterlegten Sicherheiten schaffen soll. Es könnte damit traditionelle Renditen aus dem Kreditgeschäft mit dem DeFi-Ökosystem verbinden. Wird das dezentrale Modell zur Absicherung von Krediten skalierbar und robust genug sein, um dauerhaft institutionelles Kapital anzuziehen?