Was ist Humanity Protocol (H)?

Von CMC AI
08 February 2026 08:57PM (UTC+0)
TLDR

Humanity Protocol (H) ist ein dezentrales Identitätsnetzwerk, das Handflächen-Scan-Biometrie und Zero-Knowledge-Beweise nutzt, um sicherzustellen, dass Nutzer online einzigartige Menschen sind. So entsteht eine datenschutzfreundliche „menschliche Ebene“ für Web3.

  1. Zweck – Es löst das Problem von Sybil-Angriffen im Web3, indem es veraltete, zentralisierte Identitätsmodelle durch eine nutzerkontrollierte, selbstbestimmte Identität (Self-Sovereign Identity, SSI) ersetzt.

  2. Technologie – Das Netzwerk ist eine Ethereum-kompatible zkEVM Layer-2-Lösung, die einen datenschutzorientierten Proof-of-Humanity (PoH) Konsens nutzt. Dabei werden Handflächen-Scans lokal in Hashes umgewandelt und verifiziert, ohne dass Rohdaten offengelegt werden.

  3. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal – Es bietet eine weniger eingreifende Alternative zu Konkurrenten wie Worldcoin, indem es Nutzerzustimmung, Datenhoheit und selektive Offenlegung von Nachweisen in den Vordergrund stellt.

Ausführliche Erklärung

1. Zweck & Nutzen

Humanity Protocol adressiert eine zentrale Schwäche im Web3: das Fehlen einer sicheren und zugleich datenschutzfreundlichen Identitätsprüfung. Traditionelle Web2-Modelle speichern Nutzerdaten zentral, was Risiken für die Privatsphäre und Probleme bei der Kompatibilität zwischen Diensten schafft (Humanity Protocol Gitbook). Das Protokoll setzt auf ein Self-Sovereign Identity (SSI)-System, das die volle Kontrolle über Identitätsdaten an die Nutzer zurückgibt. Ziel ist es, „die ersten eine Milliarde Menschen“ zu integrieren und so eine Sybil-resistente Basis für Anwendungen wie faire Airdrops oder reputationsbasierte Dienste zu schaffen.

2. Technologie & Aufbau

Das Netzwerk ist als zkEVM Layer-2 auf Basis von Polygons CDK aufgebaut und ermöglicht schnelle, kostengünstige Transaktionen, die durch Ethereum abgesichert sind. Der neuartige Proof-of-Humanity (PoH)-Mechanismus überprüft die Einzigartigkeit eines Nutzers über einen Handflächen-Scan. Wichtig dabei: Der Scan wird lokal in einen nicht umkehrbaren Hash umgewandelt; die rohen biometrischen Daten werden weder gespeichert noch übertragen. Die Verifikation erfolgt mittels Zero-Knowledge-Proofs (ZKPs), wodurch das Netzwerk bestätigen kann, dass ein Nutzer ein Mensch ist, ohne persönliche Daten einzusehen. Dieses System wird von „zkProofer“- und „Validator“-Knoten unterstützt, die durch das Staken des nativen $H-Tokens abgesichert sind.

3. Wichtige Unterschiede

Im Gegensatz zu manchen biometrischen Systemen ist Humanity Protocol von Grund auf auf Datenschutz ausgelegt. Es wird keine zentrale Datenbank mit biometrischen Informationen angelegt, sondern nur verschlüsselte, vom Nutzer kontrollierte Nachweise gespeichert. Der Fokus liegt auf Nutzerzustimmung und minimaler Datenweitergabe – etwa dem Nachweis, dass man über 18 ist, ohne das genaue Geburtsdatum preiszugeben. Damit stellt es eine ethischere und nutzerfreundlichere Alternative im Bereich dezentraler Identitäten dar.

Fazit

Humanity Protocol ist eine datenschutzorientierte Infrastruktur, die darauf abzielt, die Einzigartigkeit von Menschen im Internet nachzuweisen und so Vertrauen ohne Überwachung zu ermöglichen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Gleichgewicht zwischen biometrischer Verifikation und strengen Datenschutzanforderungen angesichts zunehmender regulatorischer Anforderungen bewähren wird.

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