Ausführliche Erklärung
1. Zweck & Nutzen
Boundless löst die Probleme der Skalierbarkeit und Interoperabilität von Blockchains, indem es die Ausführung von der Konsensfindung trennt. Entwickler, die Rollups, dezentrale Anwendungen (dApps) oder individuelle Logik erstellen, stoßen oft auf Gas-Limits und langsame Bestätigungen. Boundless ermöglicht es ihnen, komplexe Berechnungen an sein Netzwerk zu übergeben. Unabhängige Prüfer-Knoten erstellen dann ZK-Beweise für diese Aufgaben. Diese Beweise sind klein und günstig auf jeder Blockchain zu verifizieren, was Anwendungen mit hoher Durchsatzrate erlaubt, ohne Sicherheit oder Dezentralisierung zu opfern. Der Kernnutzen liegt darin, überprüfbare Berechnungen in „Internet-Größe“ als neutrale, dezentrale Dienstleistung bereitzustellen.
2. Technologie & Aufbau
Das Protokoll basiert auf einer zkVM (Zero-Knowledge Virtual Machine), die von RISC Zero entwickelt wurde. Diese ermöglicht es, Beweise aus gängigen Programmiersprachen wie Rust zu erzeugen. Die wichtigste Neuerung ist der Proof of Verifiable Work (PoVW), ein Konsensmechanismus, der die tatsächlich geleistete nützliche Arbeit bei der Beweiserstellung misst und belohnt – nicht nur die reine Rechenleistung. Prüfer müssen ZKC als Sicherheit hinterlegen, um teilnehmen zu können, was wirtschaftliche Anreize mit ehrlichem Verhalten verbindet. Kürzlich wurde BitVM integriert, wodurch ZK-Beweise von Blockchains wie Ethereum und Base auf der Bitcoin-Blockchain abgewickelt und finalisiert werden können. So wird die starke Sicherheit von Bitcoin als universelle Verifikationsebene genutzt (Yahoo Finance).
Fazit
Im Kern ist Boundless eine Infrastruktur, die die Erstellung von Zero-Knowledge-Beweisen zu einem erlaubnisfreien, marktgetriebenen Service macht. Ziel ist es, überprüfbare Berechnungen so zugänglich zu machen wie Cloud-Computing. Wird die Integration von Bitcoin als Abwicklungsschicht zum neuen Standard für Sicherheit über verschiedene Blockchains hinweg?