Was ist das Web 3.0? [Vor 1 Tag aktualisiert]

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11 months ago

Web 3.0 ist im Kommen — aber was ist das, und wo sind Web 1.0 und 2.0 geblieben?

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Inhaltsverzeichnis

Was ist das Web 3.0?

Stell dir ein neuartiges Internet vor, das nicht nur genau interpretiert, was du eingibst, sondern auch alles versteht, was du übermittelst, sei es über Text, Sprache oder andere Medien; ein Internet, in dem alle Inhalte, die du konsumierst, besser auf dich zugeschnitten werden als je zuvor. Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Phase in der Entwicklung des Internets. Einige frühe Pioniere nennen es das Web 3.0.

Es gibt zwar schon heute einige Web 3.0-Anwendungen, die sich im Anfangsstadium befinden, aber solange das neue Internet nicht vollständig in die Web-Infrastruktur eingebettet ist, können sie ihr wahres Potenzial nicht entfalten.

Aber was genau ist Web 3.0, wie wird es aussehen und wie wird es unser Leben verändern?

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Definition: Was ist Web 3.0?

Web 3.0 ist die kommende dritte Generation des Internets, in der Webseiten und Anwendungen in der Lage sein werden, Informationen auf eine intelligente, menschenähnliche Art und Weise durch Technologien wie maschinelles Lernen (ML), Big Data, dezentrale Ledger-Technologie (DLT) usw. zu verarbeiten. Web 3.0 wurde ursprünglich vom Erfinder des World Wide Web, Tim Berners-Lee, als Semantic Web bezeichnet und sollte ein autonomeres, intelligenteres und offeneres Internet werden.
Die Web 3.0-Definition kann wie folgt erweitert werden: Daten werden auf dezentrale Weise miteinander verbunden, was einen riesigen Sprung nach vorne im Vergleich zu unserer aktuellen Generation des Internets (Web 2.0) bedeuten würde, bei dem Daten meist in zentralisierten Repositories gespeichert werden.
Darüber hinaus werden Nutzer und Maschinen in der Lage sein, mit Daten zu interagieren. Dazu müssen Programme jedoch in der Lage sein, Informationen sowohl konzeptionell als auch kontextuell zu verstehen. Vor diesem Hintergrund sind die beiden Eckpfeiler des Web 3.0 das semantische Web und die künstliche Intelligenz (KI, auch AI - Artificial Intelligence).

Web 3.0, Kryptowährung und Blockchain

Da Web 3.0-Netzwerke mittels dezentraler Protokolle — die Grundbausteine der Blockchain- und Kryptowährungs-Technologie — funktionieren werden, können wir eine starke Konvergenz und symbiotische Beziehung zwischen diesen drei Technologien und anderen Bereichen erwarten. Sie werden interoperabel, nahtlos integriert und mit Hilfe von Smart Contracts automatisiert werden. Sie werden genutzt werden, um alles zu ermöglichen, von Mikrotransaktionen in Afrika, zensurresistenter P2P-Datenspeicherung und -Datenaustausch mit Anwendungen wie Filecoin, bis hin zur vollständigen Veränderung aller Geschäftsabläufe und Unternehmensführungen. Die aktuelle Reihe von DeFi-Protokollen ist nur die Spitze des Eisbergs.

Web 3.0-Technologien

Es gibt ein paar Details, die wir beachten müssen, wenn wir uns mit der Web 3.0-Technologie beschäftigen. Zunächst einmal: das Konzept ist nicht neu. Jeffrey Zeldman, einer der frühen Entwickler von Web 1.0- und 2.0-Anwendungen, hatte bereits 2006 einen Blogbeitrag geschrieben, in dem er seine Unterstützung für Web 3.0 kund gab. Die Gespräche zu diesem Thema hatten allerdings bereits 2001 begonnen.

Entwicklung der Web 3.0-Technologien

Web 3.0 soll in einer natürlichen Entwicklung aus Webtools der älteren Generation in Kombination mit Spitzentechnologien wie KI (AI) und Blockchain sowie der Vernetzung zwischen Nutzern und der zunehmenden Internetnutzung entstehen. Offensichtlich ist das Internet 3.0 eine Weiterentwicklung seiner Vorläufer: Web 1.0 und 2.0.

Web 1.0 (1989-2005)

Web 1.0, auch statisches Web genannt, war in den 1990er Jahren das erste und zuverlässigste Internet, obwohl es nur Zugang zu begrenzten Informationen mit wenig oder gar keiner Nutzerinteraktion bot. Damals gab es so etwas wie das Erstellen von Nutzerseiten oder das Kommentieren von Beiträgen nicht.

Im Web 1.0 gab es keine Algorithmen zum Durchsuchen von Internetseiten, was es für Nutzer extrem schwierig machte, relevante Informationen zu finden. Einfach ausgedrückt, es war wie eine Einbahnstraße mit einem schmalen Fußweg, auf dem die Erstellung von Inhalten von einigen wenigen durchgeführt wurde und die Informationen hauptsächlich aus Verzeichnissen kamen.

Web 2.0 (2005-heute)

Das Social Web oder Web 2.0 machte das Internet dank der Fortschritte in Web-Technologien wie Javascript, HTML5, CSS3 usw. viel interaktiver, was es Start-ups ermöglichte, interaktive Web-Plattformen wie YouTube, Facebook, Wikipedia und viele weitere zu erstellen.

Dies ebnete den Weg für den Aufschwung sozialer Netzwerke und die Produktion nutzergenerierter Inhalte, da Daten nun über verschiedene Plattformen und Anwendungen verteilt und ausgetauscht werden konnten.

Das Instrumentarium dieser Internet-Ära wurde von einer Reihe von Web-Innovatoren wie dem bereits erwähnten Jeffrey Zeldman entwickelt.

Web 3.0 (noch ausstehend)

Web 3.0 ist die nächste Stufe der Web-Evolution, die das Internet intelligenter machen oder Informationen mit fast menschenähnlicher Intelligenz durch die Leistung von KI-Systemen verarbeiten soll, die intelligente Programme zur Unterstützung von Nutzern ausführen können.

Tim Berners-Lee hatte gesagt, dass das Semantic Web eine "automatische" Schnittstelle zu Systemen, Menschen und Haushaltsgeräten bilden soll. Daher sollen an der Erstellung von Inhalten und der Entscheidungsfindung sowohl Menschen als auch Maschinen beteiligt sein. Dies würde die intelligente Erstellung und Verteilung von maßgeschneiderten Inhalten direkt an jeden Internetnutzer ermöglichen.

Haupt-Funktionen des Web 3.0

Um die nächste Stufe des Internets wirklich zu verstehen, müssen wir einen Blick auf die vier Hauptmerkmale des Web 3.0 werfen:

  • Allgegenwärtigkeit
  • Semantisches Web
  • Künstliche Intelligenz
  • 3D-Grafiken

Allgegenwärtigkeit

Allgegenwärtigkeit (Ubiquität) bedeutet, überall zur gleichen Zeit zu sein oder die Kapazität dazu zu haben. Mit anderen Worten, omnipräsent zu sein. In diesem Sinne ist das Web 2.0 bereits allgegenwärtig, da zum Beispiel ein Facebook-Nutzer ein Bild aufgreifen und sofort weitergeben kann. Dieses Bild wird dann allgegenwärtig, da es jedem zur Verfügung steht, egal wo er sich befindet, solange er Zugang zur Social-Media-Plattform hat.

Web 3.0 geht einfach noch einen Schritt weiter, indem es das Internet jederzeit und überall zugänglich macht. Irgendwann werden sich internetfähige Geräte nicht mehr wie im Web 2.0 auf Computer und Smartphones konzentrieren, da die Technologie IoT (Internet of Things - Internet der Dinge) eine Fülle neuer Arten von intelligenten Geräten hervorbringen wird.

Semantisches Web

Semantik ist die Lehre der Beziehung zwischen Wörtern. Das Semantic Web, so Berners-Lee, ermöglicht es Computern, Datenmengen aus dem Web zu analysieren, die Inhalte, Transaktionen und Verbindungen zwischen Personen umfassen. Wie würde das in der Praxis aussehen? Nehmen wir zum Beispiel diese beiden Sätze:

  1. I love Bitcoin (Ich liebe Bitcoin)
  2. I <3 Bitcoin

Ihre Syntax mag unterschiedlich sein, aber ihre Semantik ist so ziemlich die gleiche, denn die Semantik befasst sich nur mit der Bedeutung oder dem Gefühl des Inhalts.

Semantik im Web anzuwenden, würde es Maschinen ermöglichen, durch die Analyse von Daten Bedeutung und Emotionen zu entschlüsseln. Infolgedessen werden Internetnutzer dank der erweiterten Datenkonnektivität ein besseres Erlebnis haben.

Künstliche Intelligenz

Wikipedia definiert AI (Artificial Intelligence, künstliche Intelligenz) als Intelligenz, die von Maschinen demonstriert wird.

Und da Web 3.0-Computer die Bedeutung und Emotionen, die von einer Reihe von Daten vermittelt werden, lesen und entschlüsseln können, bringt es intelligente Maschinen mit sich. Obwohl das Web 2.0 ähnliche Möglichkeiten bietet, ist es immer noch überwiegend menschlich geprägt, was Raum für korruptes Verhalten wie voreingenommene Produktrezensionen, manipulierte Bewertungen usw. lässt.

So bieten beispielsweise Online-Bewertungsplattformen wie Trustpilot den Verbrauchern die Möglichkeit, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerten. Leider kann ein Unternehmen einfach eine große Gruppe von Personen zusammentragen und sie bezahlen, um positive Bewertungen für seine unwürdigen Produkte zu erstellen. Daher muss das Internet mit Hilfe von KI lernen, das Echte vom Falschen zu unterscheiden, um zuverlässige Daten zu liefern.

Googles KI-System entfernte kürzlich, nach dem Gamespot-Handelsdebakel, rund 100.000 negative Bewertungen der Robinhood-App aus dem Play Store als es Versuche der Bewertungsmanipulation entdeckte, mit denen die App künstlich heruntergestuft werden sollte. Das ist KI in Aktion und wird sich schon bald nahtlos in das Internet 3.0 einfügen. Blogs und andere Online-Plattformen werden infolgedessen in die Lage versetzt, Daten zu überprüfen und sie auf die Wünsche der Nutzer zuzuschneiden. Mit dem Fortschritt von KI wird es letztendlich möglich sein, Nutzern die bestmöglichen gefilterten und unvoreingenommenen Daten zur Verfügung zu stellen.

Räumliches Web und 3D-Grafiken

Einige Futuristen bezeichnen das Web 3.0 auch als "Spatial Web", da es darauf abzielt, die Grenze zwischen dem Physischen und dem Digitalen zu verwischen, indem es die Grafiktechnologie revolutioniert und dreidimensionale (3D) virtuelle Welten in den Mittelpunkt rückt.
Im Gegensatz zu ihren 2D-Pendants bieten 3D-Grafiken nicht nur bei futuristischen Spieleanwendungen wie Decentraland, sondern auch in anderen Bereichen wie Immobilien, Gesundheit, E-Commerce und vielen anderen eine neue Ebene der Immersion.

Web 3.0-Anwendungen

Eine allgemeine Anforderung an eine Web 3.0-Anwendung ist die Fähigkeit, umfangreiche Informationen zu verarbeiten und diese in Faktenwissen und nützliche Ausführungen für Nutzer umzuwandeln. Allerdings befinden sich solche Anwendungen noch in einem frühen Stadium der Entwicklung, was bedeutet, dass es noch viel Raum für Verbesserungen gibt und die Anwendungen weit von der Art und Weise entfernt sind, wie Web 3.0-Anwendungen potenziell funktionieren könnten.

Einige der Unternehmen, die Produkte entwickeln oder bereits Produkte haben, die sie in Internet 3.0-Anwendungen umwandeln, sind Amazon, Apple und Google. Zwei Beispiele für Anwendungen, die Web 3.0-Technologien nutzen, sind Siri und Wolfram Alpha.

Siri

Im Laufe der Jahre ist der sprachgesteuerte KI-Assistent von Apple immer intelligenter geworden und hat seine Fähigkeiten seit seinem ersten Auftritt im iPhone 4S-Modell erweitert. Siri nutzt Spracherkennung zusammen mit künstlicher Intelligenz, um komplexe und personalisierte Befehle auszuführen.

Heutzutage können Siri und andere KI-Assistenten wie Amazons Alexa und Samsungs Bixby Anfragen wie "Wo ist der nächste Burgerladen" oder "Buche für morgen um 8:00 Uhr einen Termin bei Sasha Marshall" verstehen und sofort die richtigen Informationen vorschlagen oder die richtigen Handlungen ausführen.

Wolfram Alpha

Wolfram Alpha ist eine "Computational Knowledge Engine" (rechnende Wissensmaschine), die deine Fragen direkt durch Berechnung beantwortet, anstatt dir eine Liste von Webseiten zur Verfügung zu stellen, wie Suchmaschinen es tun. Wenn du einen praktischen Vergleich möchtest, suche bei Wolfram Alpha und Google nach "England vs. Brasilien" und schau dir den Unterschied an.

Google zeigt die Ergebnisse der Fußballweltmeisterschaft auch dann an, wenn du "Fußball" nicht als Suchbegriff eingegeben hast, da dies die beliebteste Suche ist. Alpha hingegen würde dir einen detaillierten Vergleich zwischen den beiden Ländern liefern, genau wie von dir angefragt. Das ist der Hauptunterschied zwischen Web 2.0 und 3.0.

Fazit

Das neue Internet bietet ein persönlicheres und individuelleres Browser-Erlebnis, einen intelligenteren und menschenähnlicheren Suchassistenten und andere dezentrale Vorteile, die dazu beitragen sollen, ein faireres Web zu etablieren. Dies wird dadurch erreicht, dass jeder einzelne Nutzer in der Lage sein wird, Herr über seine Daten zu werden, und dass dank der unzähligen Innovationen, die nach der Einführung des Systems zur Verfügung stehen werden, ein besseres Gesamterlebnis geschaffen wird.

Wenn das Web 3.0 dann endlich da ist — so schwer es auch ist, sich das vorzustellen; vor allem, wenn man bedenkt, wie sehr intelligente Geräte unsere Verhaltensmuster bereits verändert haben — wird das Internet noch viel mehr in unser tägliches Leben integriert werden.
Wir werden erleben, wie fast alle heutigen, normalerweise offline arbeitenden Maschinen, von Haushaltsgeräten wie Öfen, Staubsaugern und Kühlschränken bis hin zu allen Arten von Verkehrsmitteln, Teil der IoT-Wirtschaft werden und mit ihren autonomen Servern und dezentralen Anwendungen (DApps) interagieren, um neue digitale Bereiche wie Blockchain und digitale Vermögenswerte voranzubringen und eine Vielzahl neuer technischer "Wunder" für das 21. Jahrhundert anzutreiben.
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